Aktuelles 2013


25.03.2013 Markus Neudert (Hauptlehrer Budostudienkreis) im ZEN-Karate Cottbus e.V.

Am gestrigen Abend besuchte uns Marcus Neudert in unserem Dojo. Es ist für die Lehrer und Schüler eine sehr gute Möglichkeit, die Grundlagen des Shotokan Kenpo Karate unter Anleitung von einem der Hauptlehrer des Budostudienkreises üben zu können.

 

"Baut Eure Kampfkunst auf ein gutes Fundament",
"...habt den Mut, die Bewegungsabläufe in den Grundlagen neu zu erarbeiten."
"...nicht die vielen Formen des Shotokan Kenpo Karate entwickeln ein Verständnis für die Kampfkunst, sondern das Verständnis für die Prinzipien in den Formen"

"Kampfkunst ist nicht auf einen Stil begrenzt, ob Wing Tsun, Hapkido oder Taekwondo, alles basiert letztendlich auf dem Studium der individuellen Bewegungen des Übenden und der damit sich entwickelnden Fähigkeit zu wirken."
"...wenn ihr nicht wisst, was ihr üben sollt, dann übt die Heian Katas und in den Katas das Kihon"
"...der Budostudienkreis entwickelt Karate nicht auf Basis von Stilgründern, sonder auf der Ebene der Funktionsfähigkeit des menschlichen Bewegungssystems." ...damit ist Karate unabhängig des Alters und auch körperlicher Voraussetzungen erlernbar.


"...Potenziale von Menschen können sich erst in guten Beziehungen und Gemeinschaften entwickeln."
"...Kampfkunst zu unterrichten, unterliegt nicht dem Prinzip der pädagogischen Leitungsgleichstellung und der Festlegung von Einheitsnormen, Kampfkunst zu unterrichten bedeutet Übenden in ihrer Haltung gegenüber sich SELBST und ihrer UMWELT zu formen."
"...das Prinzip einer Bewegung zu verstehen, z.B. Hanmi - das Abdrehen der Hüfte bei Abwehrhaltungen, unterliegt einem stetigen Suchen während der Formübung, z.B. Gedan Barei!", "...selbst das Nicht Wissen, um das was man sucht, lässt uns Prinzipien finden!"
"...ein erster, zweiter, dritter DAN übt sich im Verständnis in den Grundprinzipien, z.B. Mizu Nagare Gamae, die Haltung des fließenden Tropfens, als Betrachtung, in seinem HARA zu verweilen, dem Erdmittelpunkt des Menschen..."

Dies sind Auszüge aus dem Unterricht.

Torsten Erler

23.03.2013 Kindertag um ZEN-Karate Cottbus e. V.

Es ging ja um 9:00 Uhr los. Am Anfang muss man sich ja aufwärmen und wie machen es Kinder am besten mit ,,Steh Geh‘‘. Nachdem spielen haben wir dann mit unseren 2 Trainern den Tag besprochen. Wir haben Übungen verbessert und neu gelernt.

Unser Motto war Wenn wir spielen, spielen wir richtig, Wenn wir witzig sing sind wir richtig witzig und,, Wenn wir Karate üben, üben wir richtig Karate‘‘. Nach dem Training haben wir uns alle umgezogen und haben zusammen unser Mittagessen zusammen geschnippelt und Tisch gedeckt. Im Großen und Ganzen waren es ein sehr schöner Vormittag.


Anja, 11 Jahre


15.03. – 17.03.2013 Kihon 1 Seminar Grundlagen der Bewegungen im Karate – Spannung, Haltung und Atmung

Seit 27 Jahren beschäftige ich mich mit der Kampfkunst Karate. Ich lernte in den Anfangszeiten autodidaktisch und orientierte mich an Büchern. Zu meinen ersten Bewegungen gehörte das Yoi-Dachi, die Anfangs – oder Achtungsstellung. Damals dachte ich nach mehreren Ausführungen dieser Bewegung, ich hätte den Sinn von Yoi-Dachi und den Grundlagen der Techniken (Kihon) verstanden.

Während meines letzten Seminares im Budostudienkreis in Bensheim, begannen unsere Übungen mit der Vertiefung des Yoi-Dachi in den Betrachtungen von Haltung, Spannung und Atmung.

Das Erlernen und die Weiterentwickelung der Grundformen sind nicht abhängig von der Gürtelfarbe oder der Zugehörigkeitsdauer zu den Kampfkunst Interessierten. Ein Verständnis entwickelt sich durch Erfahrung in der wiederkehrenden, anhaltenden stetigen Übung, in dem Sinne des Yoi-Dachi. Die Auseinandersetzung mit den Grundformen wird immer wichtiger, je mehr unser Verständnis im Karate und im Leben reift. Entscheidende Wirkung ist ohne dem richtigen Verhältnis von „Tun und Lassen“ und dem Wissen über die bedingten Zusammenhänge nicht erreichbar. Dies sind z.B. Zusammenhänge in der Kultivierung unserer Lebensenergie (Qi Gong), der damit verbundenen Selbststimulation unserer Energiekreisläufe, dem verwurzelt sein mit der Erde, den Energieverbindungen mit Natur und Universum, der Betrachtungen der Hüftbewegung (Koshi Sabaki) im Öffnen (Kaiten) und Schließen (Hanmi), dem richtigen Verhältnis von Ein - und Ausatmung, sinnbildlich für „Nehmen und Geben“, dem Lenken der Aufmerksamkeit, den Momenten der Entstehung von Wirkung, dem verweilenden Geist (Zanshin) im Moment der Wirkung. Der Anfänger lernt Grundlagen in der Bewegung, um eine Bereitschaft für das Verständnis der o.g. Zusammenhänge zu entwickeln. Richtige Übungen, erfahrene Lehrer, eine gute Gemeinschaft und Geduld sind dabei die Notwendigkeiten.


Sensei Werner Lind, Gründer und Hauptlehrer des Budostudienkreises, betonte: „…das Wichtigste in den Kampfkünsten ist das Kihon!“ Dies ist verbunden mit jahrelanger, harter Arbeit mit und an sich Selbst.

Das Haltungs-und Bewegungsbewusstsein kann sich erst in den stetigen Wiederholungen der Grundlagen entwickeln. Das Verständnis für die Bewegungsabhängigkeiten der einzelnen Körperabschnitte und dem damit verbundenen Timing von z.B. Hüft- , Fuß - und Oberkörperbewegungen im höchsten Wirkungsmoment, ist tiefgründige Erforschung in den verschiedensten physischen und psychischen Spannungsfelder unseres SELBST. Innere und äußere Blockaden abzubauen, bedingt ein sehr breites Spektrum zu betrachten, für einen Idealzustand von Haltung, Spannung und Atmung, um Energie wirken zu lassen.

Die Veränderungen von Qualitäten der Bewegungen, sind Beobachtungen von „Tun und Lassen“. Es nötigt zur Verfeinerung von anfänglich meist grob gelenkigen Alltagsbewegungen. Kihon ist ein mögliches Sieb, zum Aufspüren wesentlicher Essenzen im Denken und Handeln, um zur ursprünglichen Natürlichkeit von Bewegung zurück zu gelangen. Ein Säugling bewegt sich in seiner Interaktion mit seiner Umwelt „natürlich“ und ohne jedes zusätzliche Spannungsmoment. Mit der zunehmenden Entwicklung unseres Bewusstseins, überlagert sich diese natürliche Selbstlosigkeit und die Menschen verkrampfen in Geist und Körper. Wir verriegeln uns. Statt natürlich Wirken zu können, entstehen „Haltungs – und Bewegungszombies“, mit Auswirkungen in unserem psycho-sozialen Gesamtbildes.

Das Alter kommt und es wird nicht besser. Diesen physischen und psychischen Verkrampfungen mutig entgegen zu treten, ist eine Motivation ausdauernd Kihon zu üben. Haltung, Spannung und Atmung sind Äußerungen unseres
Selbst in jeder Lebenssituation. Kihon kann nur durch rechte Einsicht und rechtes Handeln an sich Selbst Entfaltung finden.

Aus der Betrachtung der Kampfkunst ist Kihon der Zugang zu den Geheimnissen der alten Zeiten und der historischen Überlieferung von Fähigkeiten und Fertigkeiten der großen Meister.
Auch heute gibt es diese Meister. Sie sind im Umgang mit sich selbst, in der Erforschung und Weiterentwicklung der Künste, sowie in der Selbstlosigkeit, dieses Wissen der oft wahrnehmungsgestörten Gesellschaft zur Verfügung zu stellen, Orientierung für die stetige Weiterentwicklung. Karate in den tiefen Ursprüngen des Kihon zu erlernen, kann sich als Kunstwerk in der persönlichen Lebensgestaltung entfalten, sofern ich in meiner eigenen Erkenntnisbereitschaft sämtliche Blockaden abbaue, die dieser Entwicklung entgegenstehen. Eben das richtige Verhältnis von „Tun und Lassen“, von „Spannung und Entspannung“ und „Einatmung und Ausatmung“.

Kihon ist der Zugang zu den großen Weiten der Kampfkunst und den Tiefen des menschlichen Strebens, Handelns und oft auch Scheiterns.

In großer Dankbarkeit

Torsten Erler
ZEN-Karate Cottbus e.V.

Mitgliederversammlung 2013

Rechenschaftsbericht für das Berichtsjahr 2012

Für den Start in das Jahr 2012 waren uns neue Herausforderungen, auf Grund der Kündigung vieler Mitglieder und Funktionäre, gestellt wurden. Der Wegfall einiger Kindertrainer, des Übungsleiters der Qi- Gong Gruppe und der damit einhergehende Mitgliederschwund aus dieser Gruppe, haben uns moralisch und auch finanziell auf eine wichtige Probe gestellt. Viele Mitglieder waren über diese Entwicklung sehr verunsichert.

Wie geht es weiter, war für viele von euch die Frage. Wir als Vorstand waren nun sehr gefordert, galt es doch für uns euch eine Stätte der Übung und der Findung des Selbst aufrecht zu erhalten. Viele Einzelgespräche und der unabdingbare Wille unser Dojo weiter zu führen haben zu einer Stabilität geführt. Es galt nun, auf die neuen Herausforderungen zu reagieren. Gemeinsam haben wir in diesem Jahr dafür gesorgt, dass aus den 39 Mitgliedern zum 31.12.2011 nun 54 zum 31.12.2012 geworden sind. Wir haben eine Steigerung um 38% erreicht. Was war der Grund? Die aktive Mitgliederwerbung über eine neu und qualitativ neu erstellte Homepage, die aktive Ansprache auf unterschiedlichen Veranstaltungen im beruflichen Alltag und auf Events der Cottbuser Sportwelt, wie der Tag der Vereine und der Präsentation auf dem Radiosender 94,5 gaben uns und euch die Möglichkeit als Botschafter unserer Ideen zu werben.


Wir als Vorstand haben sehr viele Veranstaltungen und Events organisiert und durchgeführt.Wie zum Beispiel das Neujahrsbad, den 12h Marsch im Spreewald, den Frühjahrsputz, das Kindertrainingslager mit anschließender Prüfung, das 1. Große Sommerfest, welches sehr guten Anklang bei Ehepartnern und Eltern fand, die erste große Prüfung für unsere Oldies, die sich nun mehr und mehr der Übung im Karate hingeben, der Organisation und Durchführung vieler Lehrgänge des BSK, die hervorragende Durchführung des Besuches von Dorin Genpo Zenji mit einem Gast aus Japan, dem anschließendem Seshin und Kinder spielen Meditation. der Organisation des Oktoberfestes mit unseren Gästen, der Herbstputz und die Vorbereitung und Durchführung des Weihnachtsfeierlehrganges.

Wir zeichneten uns verantwortlich für die Neugestaltung des Zen- Gartens und die Umbaumaßnahmen im Außenbereich und die Neugestaltung unseres Clubraumes mit einer offenen Küche. Um die rechtlichen und finanziellen Voraussetzung dafür zu schaffen, haben wir den Mietvertrag, der über 10 Jahre durch die IG Kampfsport getragen wurde ändern können. Wir konnten den Mietvertrag auf 10 Jahre unkündbar für den Vermieter gestalten. Neuer Mieter ist jetzt Zen- Karate Cottbus e.V. Damit möchte ich den bisherigen Mietern der IG Kampfsport herzlich danken. Immerhin haben sie 10 Jahre mit ihrem persönlichen Vermögen für uns gehaftet.
 
Liebe Mitglieder des Zen Karate Cottbus e.V. wir möchten uns für eure aktive materielle und persönliche Beteiligung bei allen Maßnahmen herzlich danken. Zeigt uns dies, dass wir auf einem guten Weg sind eine starke Budo- Gemeinschaft zu werden.Wir wollen uns bei allen Mitgliedern und Sponsoren für ihre Unterstützung bedanken.

Durch den Beitritt von Dirk, Anfangs diesen Jahres, gemeinsam mit seinen Schülern, konnte sich das Dojo wirtschaftlich erweitern und idell Stabilisieren. Vielen Dank für die vielen neuen Ideen und die vor allem moralische Unterstützung in der Vorstandsarbeit im vergangenen Jahr.
Einen ganz besonderen Dank möchte ich an Torsten richten. Er hat wieder bewiesen, dass trotz schweren Schicksalsschlägen ein Leben in unserer Gemeinschaft sinnvoll und voll Freude ist.
 
Er hat neben seinen Verantwortlichkeiten noch den 1. Dan im BSK abgelegt. Dafür unser aller herzlichsten Glückwunsch.

Thomas Schlott 2013-01-09
Vorstandsvorsitzender