05.11.2018 Seminar Bassai Dai

Manchmal sind es die kurz gehaltenen Bemerkungen während des Trainings, die später erst ihre Tragweite entfalten. Bisweilen habe ich gehört, ich solle meine Bewegungen und Haltungen nicht übersteigern.

Der Karateka im Allgemeinen neigt dazu zu übertreiben. Seine Bewegungen über die Maßen hinaus zu führen. So entstehen Dinge die vom Optimalen abweichen.

Wenn der Trainierende die überflüssigen Dinge in den Bewegungen und Übungen weglässt, ist genug Raum, damit die richtigen Dinge entstehen können und den nötigen Platz finden.

Gelegentlich hilft es, wenn der gleiche Hinweis aus dem Mund von Anderen vernommen wird.

Gewiss hat jeder seine eigene Wahrnehmung über die Gewichtung der von Sensei Ursel Gantke und Florian Geyer gesagten Dinge. Einer der für mich wichtigen mitgenommenen Dinge aus dem Wochenende ist es, 

die Bewegungen nicht zu übertreiben.

 

Für die erforderliche Entschlossenheit, den Kampfgeist und die Vitalität in der Bassai bedarf es wie so oft, -aber bei dieser Kata besonders intensiver Übung, um „die Festung zu stürmen“.

Entschlossenheit und Vitalität waren auch in der siebenten und achten Trainingsstunde am Samstag unerlässlich. Die Übungen von Sensei Christian Lind und Sensei Matthias Degen waren durchaus ...

körperlich recht anspruchsvoll. Insbesondere die Kumiteübung mit dem Partner, bei der es noch zwei weitere Übende gab, die den Tori und Uke jeweils intensiv, absichtlich störten.

Überraschend ist es jedes Mal aufs Neue, dass Sonntag morgens nach den Schwierigkeiten beim Aufstehen der Körper doch recht geschmeidig wieder in die Übung findet.

Einige der Anwendungen waren bekannt, andere hingegen brachten neue Sichtweisen auf die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten der Kata.

Vielen Dank für dieses Seminar an Sensei Ursel Gantge und Florian Geyer. Danke für die angenehmen Gespräche an diesem Wochenende mit Bernd. Auch die Gespräche in der ruhigen Zeit vor Trainingsbeginn mit anderen Lehrgangsteilnehmern bereichern das Seminar ungemein. Insbesondere gilt mein Dank meiner Freundin für die gegebene Zeit an unserem Jahrestag.

 

Ronald Schneider

Cottbus


05.10. 2018 BSK-Herbst-Trainingslager mit Gürtelprüfung

Es fing mit einem Gedanken an, der Anfang des Jahres 2018 zu einer Entscheidung reifte; ich hatte beschlossen im Oktober meine Dan-Prüfung beim Budo-Studien-Kreis zu absolvieren.

Nach mehrmonatiger stetiger und selbstständiger Übung, auch unter Anleitung von Dirk Dommach und Michael Frank, stand der Oktober unmittelbar bevor und ich sah mich plötzlich meine Koffer für den Wochenaufenthalt im Budokan-Bensheim packen. Zu diesem Zeitpunkt war mir aber nicht gegenwärtig, dass die Gültigkeit meiner ausgedruckten Reiseverbindung mit dem Vorzeigen meines Personalausweises verknüpft war. Dieser fehlte natürlich bei meinen Siebensachen und sollte später noch einige Schwierigkeiten bereiten.

 

Am 1. Oktobermontag auf dem Bahnhof in Cottbus angelangt, wartete bereits der Früh-Zug auf mich und ich stieg ganz vorn hinein. Wagon 14, Platz 21 – kein Problem. Ich wusste jedoch nicht, dass die Wagons absteigend angeordnet waren - und so zwängte mich mit meinem Rucksack, dem Schlafsack, der Isomatte dem Rollkoffer und meinem Langstock von vorn nach hinten durch den Zug. Auf der Suche nach meinem Sitzplatz in Wagon 14 fragte ich einen fast Schlafenden, warum er auf meinem Platz säße. Er meinte nur müde ich sei in Wagon 15. Vielleicht war es noch zu früh zum Denken … Nein. – Die Macht des Glaubens ist allgegenwärtig; mir wurde bekannt, dass es nie !! einen 13. Wagon gibt.

Nach dreimal Umsteigen und mehren Debatten um meinen Personalausweis gelangte ich dann (hungrig!) auf dem Bahnhof in Frankfurt /Main an. Ich stellte mein Gepäck an einen Pfahl und genehmigte mir ein paar Nudeln in einem beengten Asia-Imbiss.

Aus kurzer Entfernung beobachtete ich dabei zwei Personen die aufgeregt um meine Gepäckstücke herum schlichen. Na jedenfalls wollt ich nur schnell meine Nudeln aufessen, um dann meinen Anschlusszug nach Bensheim zu bekommen, als ich vernahm, wie die beiden Schleicher die Umstehenden nach dem Koffer befragten. Ich ahnte schon, dass ich mich gleich ausweisen müsste und verhielt mich zunächst passiv. Im Ergebnis entging ich wohl nur knapp den Kosten einer Evakuierung für einen Sprengstoff-Einsatz als sie zu mir kamen und ich die Sache aufklärte. Meine Nudeln wurden in der Zwischenzeit jedoch kalt.

 

Kurze Zeit später erreichte ich fast satt (aber zumindest „entschärft“) den Budokan und konnte am 14-Uhr-Training teilnehmen. Die Übungen, die sich thematisch mit einer Vielzahl von Kata-Anwendungen befassten, leitete Christian Lind, einer der Hauptlehrer des BSK, an.

Am Abend telefonierte ich mit meiner Familie und berichtete von meinen Erlebnissen. Irritiert von der Aufenthaltsdauer fragte mich mein 8-jähriger Sohn, warum ich denn 1 Woche brauchen würde, um den schwarzen Gürtel „abzuholen“. Ich erklärte ihm, dass „das Abholen“ alleine nicht genügen würde und vertröstete ihn damit, dass ich pünktlich zu seinem Fußballspiel am Wochenende wieder zurück sein würde. 

 

Die Trainingswoche verlief sehr harmonisch und gut organisiert. Trainingseinheiten wurden von einem BSK-Lehrer angeleitet, die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen und Reinigungsarbeiten verteilt.

Vielen Dank an den „Cheforganisator“ Flo, der vor allem für das leibliche Wohl sorgte.

Im Training waren wir etwa 10 bis 15 Personen darunter die Dan-Träger Kai, Peter und Michael. Die Übungsgruppe, die sich mit der umfangreichen Dan-Vorbereitung befasste, bestand aus Sara, Gabi, Yanik und mir.

Die Lehrinhalte waren präzise auf das Prüfungsprogramm abgestimmt, wobei ich in Yanik einen wunderbaren Partner fand; aber auch die beiden „Mädels“ Gabi und Sara unterstützen mich bei den verschiedenen (auch theoretischen) Trainingsaspekten.

Gut in Erinnerung blieb mir auch ein spannendes Training zum Thema Randori / Bodenkampf mit Henrique Sempao und Matthias Degen. Hier benötigte man zum Ende der Trainingswoche nochmal alle Kräfte, um einigermaßen zu „commiten“ – der Native-Speaker versteht hierunter ein, ich will es mal, „überleben“ nennen.

 

Interessante Gespräche insbesondere mit Christian Lind zum Thema der Kraftübertragung während einer Angriffstechnik (Knock-out), oder auch der Gesichtspunkt, den Shuto-Uke bis in die Fingerspitzen zu beschleunigen, die geschichtlichen Hintergründe altgermanischer Schwertkunst und des Bogenschießens, die Rhythmusgestaltung in Kata-Kombinationen verbunden mit den Möglichkeiten an bestimmten Kata-Stellen Energie zu tanken, aber auch die psychologischen Bewältigungsstrategien in Prüfungssituationen begleiteten die jeweiligen Pausen zwischen den Übungseinheiten. 

 

Und plötzlich stand die Dan-Prüfung bevor. Natürlich sorgte ich mich um meine Fähigkeiten und mein Können, fand aber Zuspruch von Michael aus Berlin. Er bestärkte mich mit der Sichtweise: „Du machst eine gute Übung, wenn du Dein Karate zeigst. Machst du eine Kata gern, enthält sie Deine Persönlichkeit und es ergibt sich auch eine äußere Wirkung.“. Die Kunst sei es weiterhin Haltung zu beweisen; neben den Übungsabläufen der Hauptaspekt während einer (Dan) Prüfung.

Als Fundament dienten mir die Taikyoku-KATA-Formen zu Prüfungsbeginn, die ich sicher vorzeigen konnte. Eine weitere Grundlage bildete die ruhige Übungsatmosphäre und das konkurrenzlose Miteinander der weiteren Anwärter zum 1. Dan - Sara, Gabi und Yanik.

Beginnend mit meinen ersten Schritten aus Kindheitstagen in den Jahre 1992 und 1993 fing ich im Jahr 2004 wieder mit dem Karate an und legte am 05.10.18 nach ca. 16 Jahren Übung in nur etwas über drei Stunden meine Prüfung zum 1. Dan ab.

 

Nach der Urkundenübergabe feierten wir mit Pizza, Gin und Sekt, den ich vorsichtshalber eingepackt hatte, unseren „Sieg“. Richtigerweise ließen es die Kyu-Prüflinge langsamer angehen, da es Folgetag auch für sie ernst werden sollte.

Natürlich lieferten die Prüflinge vom BSK, sowie die später angereisten Cottbuser Fabian, Kate und Melanie dann auch eine sehenswerte Prüfung ab.

Es war vorgesehen, dass ich die Bewertung Cottbuser Schüler vornehmen sollte bzw. unterstützte mich Mathias Aust in vielen Punkten. Ich möcht an dieser Stelle allen Prüflingen gratulieren und erinnere mich auch gern an die wunderbare Buffetgestaltung, der ich mich erst im Nachgang widmen konnte, da ich mindestens so aufgeregt war wie am Vortag.

Im Anschluss räumten alle zusammen auf und begaben sich zu einem gemeinsamen Essen in eine örtliche Gastronomie.

Beeindruckt von den erlebnisreichen Tagen machten wir uns wieder auf den Weg nach Cottbus. Mein herzlichster Dank gilt den mitgereisten Unterstützern Ronald und Peter, den Lehrern des Budo Studienkreises und meiner wunderbaren Familie.

 

Das Wochenhighlight zum Schluss: Eva und Christian suchten mit dem 05.10.18 einen tollen Termin für die Geburt ihres Sohnes Noah aus - herzliche Glückwünsche an die Großfamilie Lind!!

 

Viele Grüße 

 

Sebastian Kochanke, 1. Dan

Zen Karate Cottbus e.V.


05.07. - 08.07.2018 Kindertrainingslager

Drei Tage Karate, Spiel und Spaß

Für die jungen Karatekas des ZEN-Karate Cottbus e.V. begannen die Sommerferien mit einem Trainingslager. Dieses fand mit allen Trainern im Schullandheim Jerischke statt.

Wir übten mit den Schülern Karate auf der Wiese, im Wasser, am Strand und im Wald. Dabei mussten sie sich auf völlig andere Bedingungen, als im Dojo herrschen, einstellen, z.B. sandiger oder weicher Boden. Es war auch für die meisten eine neue Erfahrung, sich mit geschlossenen Augen vom Partner durch den Wald führen zu lassen.

Neben dem eigentlichen Karatetraining gab es auch Geschicklichkeits- und Mannschaftsspiele. In den Spielen übten die Karatekas die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung zum Erreichen eines gemeinsamen Ziels. ...

Dabei sah und spürte ich, wie die Gruppe zusammenwächst. Das half auch dem einen oder anderen, Momente des Heimwehs zu ertragen. 

Höhepunkte waren die Nachtwanderung, das Neptunfest, das Fußballspiel und natürlich die Gürtelprüfung.

Beim Fußballspiel (Trainer gegen Kinder/Jugendliche) stach der Kampfgeist bei beiden Mannschaften hervor. Klasse fand ich, dass auch bei einigen sonst zurückhaltenden Schülern Durchsetzungsvermögen und Teamgeist hervortraten. Zwei Mädchen ließen es sich nicht nehmen, trotz leichter Blessuren weiterzuspielen. Das zeigt, dass das Karatetraining u. a. auch das Durchhaltevermögen schult.
Sehr schön fanden alle den Pool, in dem wir uns nicht nur abkühlten, sondern auch Spiele machten. In einem z. B. versuchten die Kinder, die Trainer unterzutauchen, was sehr lustig war.

Am letzten Tag stellten sich sieben Karatekas der Gürtelprüfung und bestanden sie gut.

Die Jungen und Mädchen schätzten die Zeit in Jerischke sehr positiv ein. Ein Junge meinte sogar, dass das Trainingslager noch länger hätte dauern können. Ich finde, dass die Kinder und Jugendlichen in dieser Zeit einander besser kennengelernt haben und uns Trainer natürlich auch.
Die Disziplin der Gruppe, welche in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr ist, hat nicht nur uns Trainern gefallen, sondern auch dem Leiter des Schullandheims.
Das Trainingslager war ein voller Erfolg. Die Gruppe ist in dieser Zeit zusammengerückt und wir Trainer haben neue Erkenntnisse für die Gestaltung künftiger Trainings erhalten.

 

Bernd Melcher

 


25.05. - 27.05.2018 Das Prinzip "Ichi" im Budokan des Budostudienkreises in Bensheim


28.04.2018 Frühjahrsputz im Dojo des ZEN-Karate Cottbus e.V.

Ein erreichtes Ziel, Spaß und ein gutes Mittagessen, das sind die ersten drei Gedanken, welche mir in den Sinn kommen, wenn ich an den Frühjahrsputz am 28.04. 2018 zurückdenke. Während die Jugendlichen unterschiedliche Aufgaben, von der Bestandaufnahme bis zum Mähen des Rasens übernahmen, kümmerten sich die Erwachsenen um die Erneuerung der Außenanlage, der Reparatur des Daches und die Beschneidung der überwucherten Rückseite unseres Dojos. 

 Auch kümmerte sich einer unserer angehenden Jugendtrainer regelmäßig darum, dass den "arbeitslosen" Jugendlichen nicht langweilig wurde. Aber auch unsere kleinsten Mitglieder haben sich bestens amüsiert und waren nach getaner Arbeit fix und fertig. Anschließend wurde dann noch gegrillt und in fröhlicher Runde Mittag gegessen. Danach wurde zusammengeräumt und nach und nach gingen wir alle mit einem guten Gefühl, in unseren wohlverdienten, späten, Nachmittag.

Fabian Lange


09.03.-11.03.2018 Danshakai im Budokan in Bensheim

Dieser Lehrgang war seit 2016 mein Erster. Durch Schwangerschaft, Geburt, Baby und Blinddarmentzündung musste ich, für meinen Geschmack viel zu lange pausieren und war dadurch sehr aufgeregt, was mich erwartet.
Das Danshakai Seminar beschäftigte sich, an Hand von ausgewählten Techniken mit den grundlegenden Prinzipen aus der Heian Nidan und Heian Godan. Der Haiwan Uke mit Tetsui Uchi, Manji Uke und Nukite Zuki wurden hierzu näher betrachtet. Die Technik ist nicht entscheidend, sondern die Prinzipien die hinter den Techniken stehen, um das wieder in die Kata zu übertragen. Man kann das gleiche Prinzip in vielen verschiedenen Techniken üben, jedoch muss es sich in der speziellen Kata wiederfinden. Damit die Form mit Leben gefüllt wird. Dadurch bekommt die Kata eine andere Dynamik und einen größeren Realitätsbezug. Dies umzusetzen war für mich schwierig. ...

Beim Kumitetraining wurde realitätsnahes Jiyu Waza geübt. Dies empfand ich als sehr anstrengend und in dieser Form auch neu. Für mich waren der Mae Tobi Geri und der Yoko Tobi Geri am Sandsack ein schöner Abschluss.
Uns wurden die neue Formen vom Goshin Ichi und  Ni gezeigt, dadurch ist der Bezug auf die Kata noch besser ersichtlich.
Zum Abschluss sprachen wir über das Goshin und über eine Trainingsmethode, dem sog. "Functional movement screen". Matthias Degen und Eric Warken beschäftigen sich damit. Mit diesem Trainingsprogramm kann das Karate auf konditionelle Fähigkeiten zur Erfassung potentieller Verletzungsrisiken und der Erkennung ineffizienter Bewegungsmuster überprüft werden. Damit sollen Defizite in Kraft, Ausdauer und Kondition rechtzeitig erkannt und Trainingsempfehlungen daraufhin abgestimmt werden.
Vielen Dank für einen neuen Blick auf die Katas. Meine Motivation Karate zu üben, wurde  durch diesen Lehrgang weiter gesteigert.

Melanie Sanderhoff; ZEN-Karate Cottbus e.V.

15.01.2018 Training am Makiwara / Hebeltechniken / Samu - gemeinsame Arbeit


27.09.2018 18:30 Uhr Einführung in die ZEN-Meditation

ZEN-Meditation, auch ZAZEN genannt, ist die Praktische Schule des ZEN-Buddhismus. 

 

Wir üben das Stille Sitzen auf einem Kissen, und beruhigen den Körper, die Gedanken und die Empfindungen. Neben den Atemübungen und den Gehmeditationen werden alte buddhistische Texte rezitiert. 

 

Wir treffen uns um 18:15 Uhr und beginnen mit der Übung um 18:30 Uhr. Dunkle und körperbedeckende Kleidung ist notwendig, Sitzkissen und weitere notwendige Utensilien befinden sich in der ZENDO (Übungsraum für das ZAZEN). 

Nach der Übung ist Zeit für Gespräche. 

Mitglieder                    0 €

Gäste / Interessierte  10 €.

Anmeldung über: info@karate-do-cottbus.de