Aktuelles 2014


27.04.-28.04.2013 Taikyoku Nidan und Kihon IpponKumite Semiar im Budokan/Bensheim mit Sensei Christian Lind

Als wir am Freitag ins Abend-Training gingen, hatten Torsten Erler aus Cottbus und ich schon einen langen Tag hinter uns. Trotzdem nutzten wir die Möglichkeit zum Training unter Leitung von Sensei Christian Lind. Am nächsten Morgen begann dann das Seminar mit Übungen zu Techniken, die die Kata Taikyoku nidan und das Kihon ippon Kumite prägen. Es war wieder spannend auf welche Art Sensei Christian Lind dieses Thema uns näher brachte. Detailgenau und sehr prägnant beschrieb er uns auch den Ablauf der Techniken und erklärte uns Timing und Atmung und ließ uns das Gelernte dann mit Hilfe von Partnerübungen anwenden.

Sehr viel Wert wurde dabei auf das Prinzip Ikken hissatsu – sun dome gelegt. Die Technik mit größtmöglicher Wirkung auszuführen, dies auch zuzulassen, ohne übermäßiges Kontroll - Bewusstsein und gleichzeitig den Partner nicht zu treffen - Streben und Achten

im Gleichgewicht zu halten.
 
Beim Üben des Kihon ippon Kumite erläuterte uns Sensei Christian Lind anschaulich, das der Wert dieser Übung vor allem daran liegt, sich selbst auf den Prüfstand zu stellen und konzentriert die Angriffe, Abwehr- und Kontertechniken auszuführen. Dies wird aber nur mit der richtigen Haltung funktionieren. Die eigene Unaufmerksamkeit und die falsche Distanz, sowohl räumlich als auch
emotional werden nicht zu einem guten Kihon ippon Kumite beitragen.
 
Kihon ippon Kumite als Form zu begreifen, bei der man selbst der Gegner ist, wo die Maske fällt und die eigene Persönlichkeit sichtbar wird. Für mich war das eine wichtige Lektion, das man sich darin übt, auch im alltäglichen Leben die richtige Distanz einzunehmen und auch in schwierigen Situationen aufrecht zu halten. Im Bo-Training wurde uns durch Elisabeth Schnorr und Volker Schulz verschiedene Kombinationen in Kumite- und Renzuko- Waza Form näher gebracht, die Kaiten-Techniken mit verschiedenen Abwehr und Angriffstechniken verbanden. Auch dies war für mich größtenteils Neuland und eine interessante Anregung zum Üben zu Hause. Die Gespräche mit anderen Lehrern und Schülern des Budo Studienkreises und nicht zuletzt mit Sensei Werner Lind sind für mich bei jedem Besuch ein Gewinn. Auch hierfür ein herzliches Dankeschön.

Marion Vesztergom
Eisenhüttenstadt

21.12.2014 Wir trauern um Werner Lind

er ist im Alter von 64 Jahren im Budokan verstorben


20.12.2014 keine DAN Prüfung

20.12.2014 Die DAN Prüfung fand nicht statt!


17.12.2014 Kindergruppe 2 hatte Prüfung


14.11.-16.11.2014 Danshakai im Budokan des Budostudienkreises


31.10. - 02.11.2014 Kumi Kata Seminar im Budokan in Bensheim

mit Sensei Werner Lind, Sensei Christian Lind und Sensei Peter Schömbs

Der WEG in den Budokan nach Bensheim ist mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand verbunden. Die Entfernung von Cottbus nach Bensheim beträgt 650 km und je nach Witterung dauert die An - und Abreisezeit ca. je 5-6 Stunden. Es ist etwas anstrengender, wenn die Strecke ohne weitere Mitfahrer bewältigt werden muss. Jedes Wochenende bringt Zeit für eigene Entscheidungen mit sich! Ich habe mich entschieden, dieses Wochenende im Budokan zu verbringen, um Karate - eine, meine Kampfkunst zu studieren.

Das Studium der Kampfkunst Karate, ist auch Bekenntnis und Bereitschaft an sich selbst, Prioritäten zu setzen, Zeit zu finden und Gelegenheiten zu nutzen, um wirklich mit der ÜBUNG zu beginnen."Der Begriff Kumi Kata wird mit "Methode der Begegnung" übersetzt und bezeichnet komplexe Übungen, in denen unterschiedliche Angriffe (Seme) mit Greifen (tori), Festhalten (katame) und Würgen (shime) gelehrt werden. Gleichzeitig lehren die Kumi auch das Verhalten des Verteidigers (uke), der diesen Angriffen mit Gegenmaßnahmen begegnet. Darin enthalten sind Befreiungen (hodoki) aus den Klammergriffen und abschließende Konteraktionen (kaeshi) durch Treffer (atemi) und Immobilisationen
(Katame)." (Quelle Buch Karate - Kumite Werner Lind Seite 359 Kumi - Selbstverteidigung mit Kyushojutsu).
Die Bewegungen von uns Menschen entfachen in unsererWahrnehmung, eine Wirkung nach außen und eine Wirkung nach innen. Da unsere Aufmerksamkeit oft nur nach außen gerichtet ist, bekommen wir die Veränderungen und Anforderungen in uns Selbst, eher weniger mit. Das Arbeiten mit den Kakie, also den „Haken Händen“ oder auch Tuisho „den Klebenden Händen“ zwingt uns jedoch, zu einem Wirkungsbewußtsein in uns Selbst und bei unserem Partner. Kakie ist das Übungskonzept für die
Nahdistanz. Durch den Wegfall der visuellen und gedanklichen Kontrolle, ist dieses Übungskonzept ausschließlich auf unserer Berührungsempfindlichkeit ausgerichtet. Damit ist unser taktiles System, ohne die bewusste gedankliche Handlungskontrolle, die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Handeln ohne Bewusstsein, frei sein von den Ich fixierten stereotypen Handlungs- und Gedankenmustern, hin zum Ideal jeder künstlerischen Entfaltung – der vollkommenden Handlung. Damit erweitert sich die persönliche Erkenntnis im Streben nach der „Kunst des Kämpfens“, um die nötigen Fähigkeiten in der „Kunst der Wahrnehmung“.
Der Budostudienkreis ist Norm, Vision und Ideal zu gleich. Jeder Kampfkunst Interessierte, der in seinem persönlichen Studium zu der Erkenntnis kommt, sein ICH ist allein nicht Leistungsfähig genug, um die Tiefe der Zusammenhänge in den Kampfkünsten und auch die Tiefe in den Zusammenhängen seiner Selbst zu erkennen, der sollte sich auf den WEG in die Gemeinschaft des Budostudienkreises begeben. Zeit und Möglichkeiten finden sich - da es Ziel wird – sich seiner Selbst bewusst zu werden. Auf diesem Weg beginnt ein Austausch mit den Erfahrungen von Gleichgesinnten.
Die scheinbare Beständigkeit, ist ein Trugschluss und Hypothese zu gleich. Eine Quelle bringt aus den Tiefen der Verborgenheit Wissen hervor. Verborgenes (Wissen) berührt für einen Moment unser Interesse und es ist die Entscheidung jedes einzelnen, dieses Wissen zu erhalten. Werner Lind ist eine solche Quelle – diese Quelle bringt stetig zu Tage, was im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geriet. Bemühen wir uns, dass wir nicht durch die Trägheit des persönlichen Alltages und als gesellschaftlich gezüchtete Konsumenten, den Moment verpassen, unseren Anteil zu leisten, um Wissen zu erhalten. Ich bedauere es sehr, dass durch die fehlendenTeilnahmen in den letzten Jahren, die Kumi Kata Seminar oft ausgefallen sind. Wissen wird wieder in Vergessenheit geraten, wenn es keiner mehr benutzt. Nutzen wir die Quellen, denn nichts ist von Beständigkeit.

Torsten Erler
ZEN-Karate Cottbus e.V.


23.10. - 26.10.2014 Jugendlehrgang im ZEN - Karate Cottbus e.V.

Der Jugendlehrgang vom 23.10. – 25.10.2014 war ein großer Erfolg. Die Jugendlichen haben eine Menge erlebt und gelernt. Im Mittelpunkt stand nicht nur die Karate Übung, sondern der Umgang mit sich selbst, der Umgang mit Anderen und das Verhalten in unserem Dojo.

Wir haben unseren Jugendlichen sehr viel Durchhaltevermögen abverlangt. Durch das Schwimmen und den anschließenden Kraftkreis hatten wir die körperlichen und psychischen Grenzen schnell erreicht. Unsere Jugendlichen haben wieder einmal gelernt, selbst Verantwortung zu übernehmen. Sie haben alleine alle Mahlzeiten zu bereiten, hatten ständig auf die Grundordnung im Dojo achten müssen und mussten sich einem sehr strengen Zeitplan unterwerfen. Dass die eingesammelten Handys dabei nur sehr selten vermisst wurden, war ein Ergebnis davon.


31.08.214 Vorführung Kampfkunst im ZEN-Karate Cottbus e.V.

mit Zenkei - Iaido und Mirko Lorenz - Tai Chi


15.08. - 17.08.2014 Seminar Ablauf und Anwendung der Bassai Dai und Kanku

Dai mit Sensei Werner Lind, Sensei Christian Lind und Sensei Matthias Degen

Bericht Sebastian Kochanke

Um es gleich vorweg zu nehmen, es war, wie erwartet, ein interessantes und facettenreiches Seminar für das ich mich auf diesem Wege recht herzlich bedanken möchte.


Unter der Überschrift Bassai und Kanku, den wichtigsten Kata im Shotokan Karate, wurden durch Christian Lind und Matthias Degen die ersten Schritte in die kämpferischen Techniken des Karate aufgezeigt.Mit den vielfältigsten Kombinationen in der Form des Jiyu waza lösten Christian bzw. Matthias die wesentlichsten Anwendungsprinzipien beider Kata heraus und stellten diese verständlich dar. Beide wiesen jedoch regelmäßig darauf hin, dass die vorgezeigten Kombinationen nur beispielhafte „Übersetzung“ des jeweiligen Prinzips sind.

 

Diese Tiefe der (Technik)Betrachtung lässt sich meiner Erfahrung nach nur an der „Quelle des BSK“, im Budokan, erleben.Das eigene Kata - Verständnis bzw. das Auseinandersetzten mit der Kata wird, im Unterschied zum (Selbst-)Studium im eigenen Dojo, sehr stark angeregt, wodurch der Schüler über das Erlebte einen stärkeren Bezug zur Kata bekommt. Diese Lehrmethode ermöglicht es dem aufmerksamen Schüler, die eigenen Techniken „mit Leben zu füllen“ bzw. bewusster auszuführen. Auch fällte es im Nachgang leichter Abläufe zu rekapitulieren, wenn man das jeweilige Prinzip in seinen Grundzügen verstanden hat. 
 
Mit der gleichen Herangehensweise führten auch Volker Schulz und Elisabeth Schnorr das Bo-Training am Samstagnachmittag mit dem Themenschwerpunkten Renshu shodan und Renshu nidan. Diese Art der Wissensvermittlung ist kennzeichnend für ein Seminar beim Budo Studien Kreis. Der BSK vermag es aber nicht nur das persönliche Karate mit Leben zu füllen, sondern pflegt auch ein Gemeinschaftsleben, welches es in anderen Vereinsstrukturen so sicher nicht gibt.

Für mich war es interessant zu beobachten, wie die verschiedensten Schüler zu verschiedensten Zeiten im Budokan auftauchten, selbstgebackene Nussecken (Danke Lissi!) mitbrachten, Aufgaben wahrnahmen oder einfach durch ihre Anwesenheit das Dojoleben bereicherten. Selbst an einem Samstagabend, an dem der Individualmensch in die Disko, ins Kino, oder - noch schlimmer - ins Internet geht, fanden sich die Schüler des BSK im Budokan zusammen und schauten gemeinsam Videoaufnahmen vergangener Zeiten an. Höhepunkt dieser Abendveranstaltung war es, als die Lehrer des BSK - inklusive Werner Lind - selbst musikalisch aktiv wurden und mit Bass-, Akustik-Gitarre und Mundharmonika gemeinsame Lieder sangen und so den anwesenden Schülern einen besonderen Abend bescherten.
Vielen Dank für diese schönen Erfahrungen und die Art des Budo Studien Kreises Kampfkunst und Dojoleben zu vermitteln.

Sebastian Kochanke
ZEN-Karate Cottbus e.V.

Bericht Ronald Erdmann

Besser kann es fast nicht sein: Eine sehr entspannte An - und Abreise, mit „Chauffeur“ (Danke Torsten!) und staufreier Fahrt mit Gesprächen über „Gott und die Welt“. Nach der Ankunft noch ein kleiner Schlaftrunk und eine erholsame Nacht auf dem Dojo-Fußboden. Am Morgen ein herzlicher Empfang durch die anderen Teilnehmer und ein gemeinsames Frühstück.


Am Samstag dann Thema Bassai Dai: Eine gute Teilnehmerzahl, doch auch nicht zu viele, so dass auch Einzelkorrekturen der Schüler durch den Lehrer möglich sind. Sensei Christian Lind erläutert (fast) alle Details der Kata und Ihrer Anwendung im Jiyu Waza,
die Abläufe können optimal geübt werden – für mich persönlich besonders wichtig, da nächste Prüfungskata.


Am Ende wird dann doch wie immer die Zeit knapp und wir können nicht alle Anwendungen ausprobieren. Nach dem eigentlichen Seminar trifft man sich im Klubraum zur „Auswertung“. Es ergibt sich ein Mondo mit Sensei Werner Lind über die unterschiedlichen Ausführungen einzelner Techniken in den unterschiedlichen Kampfkunststilen. Diese gibt es zwar und jede Stilrichtung hat Ihre eigenen Schwerpunkte, jedoch existiert letztendlich für jeden nur eine einzige ideale Technik im Rahmen seiner eigenen körperlichen Möglichkeit. Diese gilt es zu finden, zu üben und zu verbessern!

Ich lasse die Bo-Übung (Übungen mit dem Langstock) aus und schaue beim Ninja-Training zu. Sind tatsächlich Unterschiede zum Karate zu entdecken? Die gezeigte Kata scheint ähnlich von den Abläufen. In den einzelnen Techniken und Gamaes glaube ich, doch Unterschiede entdecken zu können (leicht nach hinten verlagerter Schwerpunkt des Oberkörpers??). Ob das für mich idealer wäre müsste überprüft werden. Vielleicht ergibt sich beim nächsten Besuch ja die Möglichkeit, am Ninja-Training teilzunehmen…

Beim abschließenden Kumite-Training erklärt uns Christian dann doch noch einige Anwendungen der Bassai Dai, zu denen wir am Morgen nicht gekommen waren.

Der erste Seminartag klingt beim gemeinsamen Pizza-Essen aus. Nebenbei schauen wir uns einen Live-Auftritt der „BSK-Band“ an. Angeregt dadurch, greifen Christian, Peter und Florian spontan zur Gitarre und Bass und spielen alte Rock-Klassiker. Nach
einer Weile hält es auch Werner nicht mehr an seinem Stammplatz – auch er greift zur Gitarre, zur Mundharmonika und singt. Kann ein Abend besser ausklingen? Am Sonntag steht Kanku Dai auf dem Plan. Matthias erläutert uns die Abläufe und ebenfalls einige Anwendungen – aufgrund der Länge der Kata können wir hier leider nicht so ins Detail gehen. Übungsstoff für mich gibt es danach trotzdem genug! Wir reinigen noch gemeinsam das Dojo, verabschieden uns herzlich und müssen uns dann schon wieder
auf den Heimweg machen. Danke an alle Lehrer und Organisatoren. Bis zum nächsten Mal!

Ronald Erdmann
ZEN-Karate Cottbus e.V.

27.06.2014 - 29.06.2014 Kinder - und Jugendlehrgang

Bericht - Kate Zimmermann 8.Kyu

Es war für mich mein erstes Trainingslager und ich fühlte mich auch sehr von der Gruppe aufgenommen. In so einer Gemeinschaft findet jeder einen Platz, egal ob gross oder klein. Wir hatten sehr viel Training und haben gestaunt und viel Neues gelernt, aber was auch nicht fehlen durfte war Spass und den hatten wir. Jeder half so gut wie er konnte, damit alles gut wurde. Es gab zwar ab und zu, aber eher selten, kleine Schwierigkeiten, aber das ist normal.

Am Ende hatten alle noch ihre Prüfung. Davor waren Einige sehr aufgeregt, denn die Prüfungen sind sehr anstrengend. Alle waren glücklich, als sie erfuhren, dass sie die Prüfung bestanden hatten. Schade, dass das Wochenende nur so kurz war, denn wir lernten auch gemeinsam Probleme zu klären und zu üben, wie eine Gruppe und nicht jeder allein. Es war sozusagen "EINER FÜR ALLE UND ALLE FÜR EINEN!" Wir bedanken uns besonders bei den Trainern, für die gute Vorbereitung auf die Prüfungen, aber auch bei allen Anderen, die dafür gesorgt haben, dass es überhaupt möglich ist.

 

Kate Zimmermann (12 Jahre)