Aktuelles - Jahr 2010


Kinder auf der Suche

Ein Kinderlehrgang im Zen-Karate-Verein, Cottbus, 20. Juni 2010

 

Vom 04. bis 05.06.2010 führen wir unser Kindertrainingslager des Zen Karate Cottbus e.V. durch. Dazu fanden wir uns alle am Freitag um 18.00 Uhr im Dojo ein.“

 

Hier der komplette Bericht! (490.32 KB)


Besuch Genpo

Da ist es wieder, das schlechte Gewissen. Dorin Genpo Zenji gibt uns nun bereits schon zum 4. Mal die Ehre, uns persönlich in unserem Dojo im Za Zen zu unterrichten. Er nimmt extra den weiten Weg aus Dinkelscherben auf sich und ich habe schon so lange nicht mehr geübt! Dabei hatte man sich seit seinem letzten Besuch wieder mal so viel vorgenommen…

Und dann auch schon seit Wochen diese Knieschmerzen. Also am besten gar nicht am Sessin teilnehmen, um sich nicht zu blamieren. Aber die Gelegenheit von einem der bedeutendsten Zen-Lehrer Deutschlands unterrichtet zu werden, darf man sich einfach nicht entgehen lassen! Also doch noch in letzter Minute angemeldet und erst mal entspannt am Donnerstag mit dem Vortrag über die „Grundlagen des Buddhismus“ begonnen.

Wie immer ein ehrlich herzlicher Empfang von Genpo, dann ein sehr interessantes Referat mit vielen spannenden Fragen am Ende.

Am Freitagabend wird es dann ernst: Obwohl die Sitzzeiten noch moderat sind (ca. 20-30min) muß ich nach zwei Durchgängen abbrechen, die Schmerzen im Knie sind einfach zu stark. War die Teilnahme doch ein Fehler? Nach einem klärenden Gespräch mit Genpo und dem gemeinsamen Abendessen mit Julias leckeren, selbstgemachten Pirogen und Bauernbrot, entschließe ich mich doch für die Teilnahme auch am Samstag.

So geht es am nächsten Morgen um 8.00 Uhr wieder los.

Trotz guter Motivation will der „Einstieg“ jedoch immer noch nicht so recht gelingen. Um das Knie zu entlasten mittlerweile auf zwei Kissen sitzend, finde ich nicht die richtige Sitzposition, komme nicht zur Ruhe, schweife ab, bin noch müde und unkonzentriert, der Schmerz ist immer noch da.

Dann zum Glück viel Geh- und Stehmeditation, Atemübungen. Ich werde etwas entspannter. Dann sogar Meditation im Liegen. Das geht gut. Den Körper loslassen und trotzdem die „Erdung“ spüren, auf die Atmung konzentrieren und entspannen.

Jetzt sollen wir langsam die Füße und die Unterarme aufstellen und alles so ins Lot bringen, das diese von selbst, ohne jegliche Körperspannung stehen bleiben.

„Ihr merkt es an dem `magischen Moment` wenn alles richtig positioniert ist“.

Ich denke:„Magischer Moment? Nun übertreib mal nicht, gleich werd ich vom Boden abheben. Ja, ja.“

Aber auch „Komm, laß dich drauf ein, du weißt doch, daß vieles möglich ist….“

Also probieren und probieren. „Laß locker!“ - „Mach ich doch“ Von wegen! Man ist anscheinend nicht einmal in der Lage, im Liegen alle Muskeln wirklich zu entspannen, merkt es noch nicht einmal, wenn man darauf angesprochen wird. Man bildet sich ein loszulassen, die Muskeln sind aber immer noch fest. Jedoch, nach dem fünften oder sechsten Versuch klappt es tatsächlich: plötzlich scheint für einen kurzen Moment alles zu stimmen. Man ist einfach da. In einem seltsamen Zustand der Schwerelosigkeit, Arme und Beine scheinbar ohne Gewicht. Unbeschreiblich. Befreiend. Fantastisch! Magisch?

Dann langsam, ganz langsam aufstehen. Den Boden, den Körper und die Schwerkraft spüren. Mit der Schwerkraft arbeiten, nicht gegen sie! Fünf bis sechs Minuten um aus der Waagerechten in den Stand zu kommen. Eine völlig neue Erfahrung!

Jetzt läuft es. Bei der letzten Sitzrunde setze ich mich kurz entschlossen auf nur ein Kissen, im Lotussitz. So wie es sich gehört. Und auch das funktioniert. Voll konzentriert, wach, anwesend und doch total entspannt, scheinbar schwebend und ohne Schmerzen beendet das Glöckchen die Runde diesmal viel zu früh!

Vor dem Mittagessen, es gibt typische Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark, zum Abschluß noch Übungen mit dem Boken (Holzschwert) im Freien. Diesmal ganz viel Bewegung, schweißtreibend und anstrengend. Auch das ist Zen.

Danke Genpo! Ich freue mich auf das nächste Mal.

Ronald, Dojo Cottbus


12-Stunden-Marsch

Nach ein paar Terminverschiebungen, bloß gut war ja bis jetzt richtig Winter, ging es am 26. Februar zum traditionellen 12-Stunden-Marsch des Cottbuser ZEN-Karate-Vereins.

 

Hier der weiterführende Bericht von Detlef (46.4 KB)